Indische Aquakulturindustrie

Indien hat eine Küstenlinie von über 7.500 Kilometern und riesige Binnengewässersysteme mit etwa 10 großen Flusssystemen und zahlreichen anderen kleinen Flüssen und Seen, was es zu einem der größten Aquakulturländer der Welt macht. Das Land hat im Laufe der Jahre ein enormes Wachstum in Fischerei und Aquakultur erlebt und gehört derzeit zu den drei größten Fischproduzenten der Welt. Die jährliche Aquakultur und Fischproduktion sind in den letzten sechs Jahrzehnten um das Zehnfache gewachsen. Von einer Produktionskapazität von 0,8 Millionen Tonnen Fischerei und Aquakultur im Jahr 1950 stieg die Kapazität bis 2014 auf etwa 9,6 Millionen Tonnen. Das Produktionswachstum war beeindruckend, zusammen mit der Transformation der Fischerei- und Aquakulturindustrie. In den frühen 1950er Jahren überwiegend ein Land der Meeresfischerei, hat sich das Land Anfang der 2000er Jahre in ein Land der Binnenfischerei verwandelt. Die Binnenaquakultur, auf die Anfang der 2000er Jahre die Hälfte der Fischproduktion entfiel, macht derzeit über zwei Drittel der Fischproduktion des Landes aus. Gleichzeitig floriert die Branche auch auf den internationalen Märkten, wobei die Exporte aus dem Land Rekordniveaus erreichen. In den Jahren 2016-17 exportierte Indien etwa 113.500 Tonnen Meeresfrüchte und erwirtschaftete einen Umsatz von etwa 6 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus verfügt Indien mit einer Nutzung von nur 40 % der verfügbaren 2,36 Millionen Hektar an Tanks und Teichen über ein großes Potenzial im Aquakultursektor.

Es wird erwartet, dass die finanzielle Unterstützung der Regierung den Aquakulturmarkt weiter vorantreiben wird

Die indische Regierung hat das Potenzial der Aquakultur- und Fischereiindustrie im Land erkannt und geplant, der Branche einen enormen finanziellen Schub zu geben. In der jüngsten Budgetankündigung kündigte der Finanzminister Arun Jaitley ein riesiges Budget von insgesamt 10.000 INR crore für den Fisheries and Aquaculture Infrastructure Development Fund (FAIDF) und den Animal Husbandry Infrastructure Development Fund (AHIDF) an. Darüber hinaus wurden die Vorteile der Kisan-Kreditkarte oder KCC ab diesem Jahr (2018) auch auf Aquakultur- und Tierhaltungsbauern ausgeweitet. Der Fonds soll den Aquakulturmarkt verbessern, indem die Infrastruktur der Aquakulturfarmen in den abgelegenen Gebieten des Landes ausgebaut wird. Andhra Pradesh, das landesweit an erster Stelle in der Aquakultur steht, verfügt über eine ausgereifte Infrastruktur dafür. Staaten wie Odisha verfügen jedoch nicht über die ausreichende Infrastruktur, um den Ertrag zu steigern, und hinken daher in der Fischproduktion hinterher. Es wird erwartet, dass die effektive Nutzung der zugewiesenen Mittel die Aquakultur und Fischerei in den ländlichen Gebieten vorantreiben wird, indem eine angemessene Infrastruktur bereitgestellt wird, um den Ertrag zu verbessern und die Produktion zu steigern.

Auswirkungen von FAIDF und AHIDF auf die Tierfutter- und Futtermittelzusatzstoffmärkte

Die indische Tierhaltungsindustrie ist seit einigen Jahren oder Jahrzehnten unwissenschaftlich und nicht kommerziell. Nichtsdestotrotz wurden mit der Globalisierung und Industrialisierung der Agrar- und Tierhaltungssektoren kommerzielle Produktionstechnologien und Ertragsverbesserungen durch die Verwendung von nahrhaftem Tierfutter beobachtet. Angesichts der eingehenden Investitionen und der Organisation der Branche wird erwartet, dass die Futtermittel- und Futtermittelzusatzstoffmärkte des Landes in naher Zukunft eine robuste Wachstumsrate verzeichnen werden. Derzeit stellen die meisten Tierhalter selbst hergestelltes Futter für die Tiere her, wodurch der Markt stark fragmentiert bleibt. Mit dem zunehmenden Bewusstsein der Kunden für die Bedeutung von Futtermitteln für die Steigerung des Ertrags und der Produktivität der Tierhaltung wird jedoch erwartet, dass die Märkte für Futtermittel und Futterzusatzstoffe eine glänzende Zukunft erleben werden. Mit einer enormen Unterstützung durch die Regierung, die einen Fonds von INR 10.000 crore sowohl für die Tierhaltung als auch für die Aquakultur bereitstellt, werden positive Auswirkungen auf die indischen Märkte für Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe erwartet. Sowohl im Geflügel- als auch im Aquakultursektor wird aufgrund der steigenden Eigennachfrage sowie der wachsenden Exporte mit einem großen Nachfrageschub gerechnet. Der Fonds soll auch das Kühlkettenmanagement unterstützen, das ein entscheidender Schritt für die Konservierung und den Transport von Aquakultur- oder Fleischprodukten ist, und somit die Aquakultur sowie die Fleischproduktion im Land vorantreiben. Mit der sich ändernden Dynamik und der Unterstützung durch die Regierung wird erwartet, dass die Aquakultur und verwandte Industrien wie Tierfutter und Futterzusatzstoffe im Land ein robustes Wachstum erfahren werden.

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